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Der Ohrenmensch

„DURCH DAS HÖREN GESCHIEHT VERÄNDERUNG
VON OBEN NACH UNTEN.

ES ENTSTEHT EIN NEUER MENSCH.“

(c) Horst Perlick

Die Reise des ersten ca. zwei Meter großen Prototypen beginnt am Ursprungsort der künstlerischen Idee, am Goetheplatz in Bünde. Von hier führt die Reise des Ohrenmenschen über zwei Zwischen- stationen zum Bünder Museum. Hier wird ab Ende August eine Ausstellung mit Gemälden und Skulpturen von Horst Michael Perlick für fast drei Monate zu sehen sein. Während dieser Zeit wird der Ohrenmensch auf dem Platz vor dem Eingang des Museums stehen. Danach soll die Reise des Ohrenmenschen ihn auch in andere Städte führen. Dabei sollen mehrere Exemplare der lebensgroßen Figur entstehen.

Bei dem Ohrenmensch mit einem stilisierten Ohr als Kopf werden Hören und Verstehen eins. Das Ohr ist unser Kommunikations- organ. Bei der Vereinigung von Hören und Verstehen geht es daher um das Hören des Mitmenschen und damit um das zwischen- menschliche Verstehen. Wer in diesem Sinne zu hören lernt, entwickelt die Fähigkeit, sich in andere Menschen einzufühlen und bekommt ein Gespür für alle Arten von Ungerechtigkeit, Gewalt und Unterdrückung. Noch hat der Ohrenmensch an Stelle eines Herzens ein Loch und seine Füße sind die eines wilden Tieres. Je mehr er aber hört und versteht, umso mehr verwandelt er sich in den aufrechten, mitfühlendem Menschen, der in uns allen steckt. Horst Perlick: Malerei und Skulptur zwischen Wildheit und Aussöhnung. Ausstellung im Museum Bünde vom 31.08.2014 bis zum 30.11.2014. Diese Ausstellung mit weit über 100 Gemälden, Aquarellen und Skulpturen gibt einen weitreichenden Einblick in das umfangreiche Lebenswerk von Horst Michael Perlick. Werke aus der Frühphase seines Schaffens sind hier ebenso vertreten, wie die Gemälde aus den frühen 80er Jahren, in denen Horst Michael Perlick der Strömung der „Neuen Wilden" nahe stand und daher von Kunstexperten als bedeutender Maler dieser Zeit angesehen wird.